20. September: Welttag der gynäkologischen Onkologie

Wien, am 28.8.2019. – Der 20. September 2019 wird erstmals als »Welttag der gynäkologischen Onkologie« begangen. Für Österreichs GynäkologInnen und die Krebshilfe ist es Auftrag und Anliegen, rund um diesen Tag, Österreichs Frauen auf die Wichtigkeit der Früherkennung von gynäkologischen Krebserkrankungen hinzuweisen und Betroffene über neue Therapien zu informieren.

In Österreich erkranken jährlich rd. 6.500 Frauen an „Unterleibskrebs“ bzw. deren Vorstufen (und 5.500 an Brustkrebs). Unter die Bezeichnung „Unterleibskrebs“ fallen Eierstockkrebs, Gebärmutterkörperkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Schamlippen- und Scheidenkrebs, Sarkome der Gebärmutter, Keimzell- und Keimstrangtumor des Eierstockes und Tumoren des Mutterkuchens. Vorsorge (z. B. die HPV-Impfung) und Früherkennung spielen eine wichtige Rolle, ebenso das Bewusstsein für Risikofaktoren (erbliche Vorbelastung, Lebensstilfaktoren etc.).

Mit der Etablierung eines »Welttages der gynäkologischen Onkologie«, der u. a. durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Europäische Parlament, die Europäische Gesellschaft für gynäkologische Onkologie (ESGO) und dem Europäischen Netzwerk für gynäkologische Selbsthilfegruppen (ENGAGe) unterstützt wird, soll das das Thema »Unterleibskrebs« mehr nationale und internationale Aufmerksamkeit erhalten.

 

Vorsorge ist keine Nebensache

Für die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs empfehlen AGO und Krebshilfe allen Frauen ab dem 20. Lebensjahr 1x jährlich einen Krebsabstrich durchführen zu lassen. Frauen ab dem 30. Lebensjahr wird zumindest alle 3 Jahre ein HPV-Test empfohlen. Dies gilt für HPV-geimpfte und nicht HPV-geimpfte Frauen. Dabei soll eine Doppel-Testung (HPV-Test und gleichzeitiger PAP-Abstrich) vermieden werden.

„Die Wichtigkeit der gynäkologischen Vorsorge ist den meisten Frauen bekannt und wird auch mehr oder weniger regelmäßig in Anspruch genommen. Dennoch gibt es hier sehr viel „Luft nach oben“, so AGO-Präsident OA Dr. Christian Schauer. „Der 20. September soll ab jetzt jede Frau daran erinnern, einen Termin bei ihrer Gynäkologin/ihrem Gynäkologen zu vereinbaren, denn Früherkennung kann Leben retten.“

 

„Pink/Petrol-Ribbon“ – Symbol für Unterleibskrebs

Die Verschmelzung des »Pink Ribbon« (für Brustkrebs) und des »Petrol Ribbon« (für Unterleibskrebs) wurde von der AGO und Krebshilfe bewusst gewählt, um deutlich zu machen, dass es einerseits einen Zusammenhang zwischen Eierstockkrebs und Brustkrebs (BRCA-1, BRCA-2 Mutation) gibt und andererseits gynäkologische Krebsvorsorge und Früherkennung für Frauen »oberhalb« und »unterhalb« der Gürtellinie stattfinden sollte.

„Als Arzt und Krebshilfe-Präsident bin ich täglich mit dem Schicksal vieler Patientinnen und dem ihrer Angehörigen konfrontiert. Mit der Einführung des »Welttages der gynäkologischen Onkologie« werden wir ab sofort – gemeinsam mit der AGO – jedes Jahr rund um den 20. September »Unterleibskrebs« verstärkt in der Öffentlichkeit thematisieren.

NEU: Geschlossene Facebook-Gruppe »Unterleibskrebs Österreich«

AGO und Krebshilfe kommen einem Wunsch vieler Patientinnen nach und haben mit „Unterleibskrebs Österreich“ eine geschlossene Facebook-Gruppe ins Leben gerufen. In dieser Facebook-Gruppe können sich ab sofort Patientinnen in einem geschlossenen und geschützten Bereich austauschen, Fragen stellen, sich gegenseitig Mut zusprechen und das alles ohne die eigene – sofern gewünscht – Anonymität aufzugeben. Krebshilfe-Beraterinnen stehen in der Gruppe für alle Sorgen und Probleme zur Seite, für medizinische Fragestellungen haben sich AGO-ExpertInnen (die selbst nicht Gruppenmitglieder sind) ehrenamtlich in den Dienst der Sache gestellt.

Informationsmaterial für Patientinnen

Die Broschüre „Gynäkologische Krebserkrankungen“ wurde von AGO und Krebshilfe gemeinsam erstellt und beinhaltet wichtige und laiengerechte Informationen zu Diagnose, modernen Therapien, Nachsorge und zu dem breiten  Hilfs- und Unterstützungsangebot. Sie ist kostenlos bei der Krebshilfe in ganz Österreich erhältlich oder als download unter www.krebshilfe.net.

 

Bei Rückfragen:

Univ.-Prof. Dr. Paul SEVELDA
Tel.: +43 1 796 64 50

OA Dr. Christian SCHAUER
Tel.: +43 664 512 27 67

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